Gute Kaffeebohnen erkennen

Wir sagen dir, woran du gute Kaffeebohnen erkennen kannst. Welche Eigenschaften sich auf den Geschmack auswirken und worauf du unbedingt achten solltest:

SORTEN-CHECK: ARABICA ODER ROBUSTA?

Um die Qualität deiner Kaffeebohnen zu bestimmen, musst du zunächst wissen, ob es sich um Arabica- oder Robusta-Bohnen handelt. Auch wenn es noch weitere Kaffeearten gibt, sind dies die am häufigsten verbreiteten Sorten.

Die Arabica-Bohnen sind mit einem Anteil von etwa 60% die auf der Welt am häufigsten verwendeten. Die Arabicabohne gilt aufgrund ihrer edlen Aromen als hochqualitativ. In der Industrie werden häufig qualitativ schlechtere Bohnen eingesetzt als bei unseren Röstern. Woran du das erkennst erfährst du beim Zustands-Check.

Wie der Name schon sagt sind Robusta-Bohnen robuster und widerstandsfähiger gegen äußere Einflüsse. Sie sind Hitze und Feuchtigkeit gegenüber deutlich unempfindlicher als Arabica-Bohnen.

VERARBEITUNGS-CHECK: WIE WURDEN DIE BOHNEN GERÖSTET? WIE LANGE IST DIE RÖSTUNG HER?

Besonders großen Einfluss auf die Qualität von Kaffeebohnen hat das Röstverfahren. Hier kann bereits ein kleiner Fehler das gesamte Aroma der Bohnen zerstören. Besonders gut für Geschmack und Qualität ist die schonende Trommelröstung.

Hierbei verliert der Kaffee all seine Reizstoffe und wird automatisch milder, obwohl sich das Aroma gleichzeitig intensiviert. Wichtig ist auch, wie lange das Datum der Röstung bereits zurückliegt. Denn je mehr Zeit vergeht, desto mehr verlieren die Bohnen an Aroma. Bei uns findest du auf jeder Packung das Datum der Röstung. Leider ist es für die Röster keine Pflicht das Datum auf der Verpackung anzugeben, weshalb es für Endkonsumenten oft schwer ist an diese Information zu kommen.

Das Röstdatum

Ist das Röstdatum nicht bekannt: Schau auf das Mindesthaltbarkeitsdatum und rechne ca. 1,5 – Jahre zurück, um das ungefähre Röstdatum zu erfahren. Je weiter entfernt das Ablaufdatum also ist, desto weniger Aromen gingen bisher verloren. Unsere Craft Coffees werden immer ganz frisch für dich geröstet.

FARB-CHECK: WELCHE FARBE HABEN DIE BOHNEN?

Egal ob für Kaffee oder Espresso, die Bohnen dürfen nicht schwarz sein. Für einen guten Kaffee sollten sie eine braune bis mittelbraune Farbe haben. Für einen Espresso dürfen sie auch etwas dunkler sein.

Der Farbton

Ist der Farbton der Bohnen schwarz, deutet das darauf hin, dass sie während der Verarbeitung zu stark erhitzt wurden. Dies ist oft ein Zeichen für eine industrielle Verarbeitung. Darunter leidet dann nicht nur das Aussehen, sondern – und das ist viel wichtiger – der Geschmack.

Kaffeebohnen sollten nicht glänzen. Ist dies der Fall, liegt das an den ätherischen Ölen, die bei zu langer und zu heißer Röstung freigesetzt werden.

HERKUNFTS-CHECK: HOCH- oder TIEFLAND – WOHER KOMMEN DIE BOHNEN?

Beim Herkunfts-Check spielt weniger das Land eine Rolle in dem der Kaffee angebaut wurde, als die Art, wie er angebaut wurde. Kaffee aus dem Hochland (von 600 m bis über 1.800 m) gilt als die qualitativere Variante, da die Bohnen in größeren Höhen länger reifen können als im Tiefland (bis 600 m). So bilden sich mehr und deutlich feinere Aromen bilden.

Trotzdem gibt auch das Herkunftsland einige Informationen über die Qualität preis: Länder wie Brasilien, Guatemala oder Costa Rica gelten als Länder deren Böden die perfekten Eigenschaften für den Kaffeeanbau aufweisen. Bodenbeschaffenheit, Anbauhöhe, Klima und Pflege, all diese Faktoren beeinflussen in Kombination die Qualität der Kaffeebohnen.

ZUSTANDS-CHECK: NICHT GEBROCHEN, KEIN SCHIMMEL, FREI VON SCHÄDLINGEN

Beim Zustands-Check sind drei wesentliche Punkte von Bedeutung: Bruch, Schimmel und Schädlinge.

Bruch

Oft beinhaltet der frisch erworbene Kaffee bereits gebrochene Bohnen. Das ist eigentlich nicht weiter schlimm, vor allem, da der Kaffee sowieso gemahlen wird. Durch Verarbeitung, Lagerung und Transport lässt sich zudem nicht vermeiden, dass einige Bohnen brechen. Es kommt vor, dass Kaffeebohnen Containerweise verlanden werden. Dann kommt es zu einem massiven Aufkommen von gebrochenen Bohnen.

Es gilt: Bei einer guten Packung Kaffee sind nur etwa 5% der Bohnen gebrochen. Übersteigt der Prozentsatz diese Zahl deutlich, spricht dies für eine mindere Qualität.

Schimmel

Die Kaffeebohne ist der Kern der Kaffeekirsche. Wie auch eine normale Kirsche enthält auch die Kaffeekirsche viel Feuchtigkeit. Ein wichtiger Schritt bei der Verarbeitung ist es, die Bohnen aus der Kirsche zu lösen und anschließend zu trocknen. Hierbei ist wichtig, die Bohnen regelmäßig zu wenden, damit sie keinen Schimmel bilden. Dieser wichtige Schritt darf nicht vernachlässigt werden.

So kommen nicht selten auch befallene Bohnen in den Verkauf. Grund dafür ist, dass der Schimmel nach der Röstung bei etwa 200 Grad nicht mehr schädlich ist. Trotzdem ist es nicht besonders reizvoll Kaffee zu trinken, der einmal geschimmelt war. Schimmel erkennt man daran, dass auf der Bohne viele dunkle Flecken vorhanden sind, welche sich hart abgrenzen. In gemahlenem Kaffee ist es unmöglich, Schimmelspuren mit bloßem Auge zu erkennen. Deshalb achten unsere Röster bereits bei der Auswahl genauestens darauf, nur qualitative Bohnen zu verwenden, die frei von Schimmel sind.

Schädlingsbefall

Die Kaffeebohne ist eine Frucht und wie bei allen Früchten kann diese während ihres Wachstums von Ungeziefer und Insekten befallen werden. Das siehst du an kleinen, kreisrunden Löchern in den Bohnen. Ein paar befallene Bohnen sind nicht weiter schlimm, diese können einfach aussortiert werden. Stärkerer Befall ist jedoch ein Zeichen dafür, dass entweder beim Anbau oder bei der Auswahl der Bohnen etwas schief lief.

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