GUTEN KAFFEE KOCHEN – Der Einfluss von Wasser auf Kaffee (Teil 5/5)

Guten Kaffee zu kochen, ist kein Hexenwerk – allerdings gibt es einige Fallstricke, die genau das verhindern und zu einem schlechteren Ergebnis führen. Dies gilt nicht nur für den tatsächlichen Prozess des Kaffeekochens, sondern beginnt schon vorher beim Kauf der Bohnen und ihrer Lagerung. Damit du den perfekten Kaffee zubereiten kannst, haben wir für dich die wichtigsten Tipps in einer fünfteiligen Reihe zusammengetragen.

Selber Kaffee, anderer Geschmack? Woran das liegen kann und welche Faktoren den Geschmack beeinflussen erfährst du in Teil 5.

Welche Rolle die Wasserqualität bei der Zubereitung von Kaffee auf den Geschmack hat, wird häufig unterschätzt. In einer Tasse Filterkaffee oder Espresso nimmt das Wasser einen großen Anteil ein. Deshalb spielen Wasserqualität, Temperatur, Härtegrad, Mineralienzusammensetzung und Frische eine besondere Rolle.

DER RICHTIGE PH-WERT

Das perfekte Kaffeewasser sollte weder zu sauer, noch zu basisch sein und einen pH-Wert von 7,0 und einen Härtegrad von 8°dH (Grad deutscher Härte) haben. Um den Härtegrad des Wassers zu Hause zu testen erhält man in der Apotheke oder im Internet entsprechende Teststreifen.

FADER GESCHMACK DURCH HARTES WASSER

Hartes Wasser reagiert basisch. Das sorgt für eine Neutralisation der Fruchtsäuren im Kaffee und einen flachen Geschmack. Je länger der Kaffee unter hartem Wasser brüht, desto fader der Geschmack.

BITTERER GESCHMACK DURCH WEICHES WASSER

Der Nachteil von weichem Wasser wird ebenfalls im Geschmack deutlich. Weiches Wasser ist zu sauer für die Kaffeezubereitung und das Ergebnis wird bitter.

NEGATIVER EINFLUSS AUF DEN GESCHMACK DURCH CHLOR

Ist im Wasser Chlor enthalten kann es passieren, dass sich Aroma und andere geschmackstragende Stoffe nicht lösen. So wird der Geschmack des Kaffees negativ beeinflusst und der Kaffee schmeckt alt. Wasser, welches von öffentlichen Versorgern aufbereitet wird, kann unter Umständen mit Chlor desinfiziert worden sein. Das ist keine Seltenheit: Chlor wird bereits seit Jahren zur Aufbereitung von Trinkwasser genutzt.

EINFLUSS VON MINERALIEN- UND SAUERSTOFFGEHALT

Da die im Wasser vorhandenen Mineralstoffe und Salze zusätzliche Geschmacksträger sind, sollten sie dem Wasser nicht entzogen werden. So kann das volle Aroma aus dem Kaffeepulver in die Tasse gelangen. Geringe Mengen an Mineralien gepaart mit einem hohen Sauerstoffgehalt unterstützen den Geschmack des Kaffees.

Tipp: Verwendet für die Zubereitung eures Kaffees frisches, kaltes Wasser aus der Leitung, um soviel Sauerstoff wie möglich zu erhalten.

Eine höherer Anteil Magnesium im Wasser stärkt den Geschmack und fördert die Bildung einer schönen, feinporigen und stabilen Crema.

WENIG GESCHMACK BEI ZU KALTEM WASSER

Auch die Temperatur des Wassers spielt bei der Kaffeezubereitung und im Bezug auf den Kaffeegeschmack eine große Rolle. Diese sollte konstant bei einer Temperatur von 92 °C – 96 °C liegen. Lässt man den Kaffee ziehen erhält man so einen optimalen Geschmack.

GUTEN KAFFEE KOCHEN – Die richtige Kaffeemaschine (Teil 4/5)

Guten Kaffee zu kochen, ist kein Hexenwerk – allerdings gibt es einige Fallstricke, die genau das verhindern und zu einem schlechteren Ergebnis führen. Dies gilt nicht nur für den tatsächlichen Prozess des Kaffeekochens, sondern beginnt schon vorher beim Kauf der Bohnen und ihrer Lagerung. Damit du den perfekten Kaffee zubereiten kannst, haben wir für dich die wichtigsten Tipps in einer fünfteiligen Reihe zusammengetragen.

Der vierte Teil unserer Reihe handelt von der Suche nach der richtigen Kaffeemaschine.

FAKTOREN FÜR DIE WAHL DER RICHTIGEN KAFFEEMASCHINE

Für die Wahl der richtigen Maschine ist eine Frage besonders essentiell: Wie trinkst du deinen Kaffee am liebsten? Schwarz oder doch lieber einen Espresso mit Milchschaum? Abhängig von deinen Trink-Präferenzen kannst du bereits einige Modelle für dich ausschließen:

EVERGREEN: FILTERMASCHINEN

Die Handhabung einer Filtermaschine ist simpel. Benötigt wird hierbei bereits gemahlener Kaffee mit einem mittleren Mahlgrad. (Wie du Bohnen richtig mahlst erfährst du in Teil 3 unseres Kaffee-Ratgebers.) Für Liebhaber von Kaffee-Variationen ist eine Filtermaschine jedoch das falsche Produkt, da sie ausschließlich schwarzen Kaffee und keinen Espresso zubereitet. Wer gerne mehrere Tassen Kaffee trinkt, oder öfters Besuch empfängt, der wird mit einer Filtermaschine zufrieden sein. Die Anschaffung ist kostengünstig und die Wartung und Reinigung sind leicht zu handhaben.

PLATZSPAREND UND FLEXIBEL: KAPSEL- UND KAFFEEPADMASCHINEN

Für die Zubereitung mit einer Kapsel- oder Padmaschine benötigst du – genau! – Kapseln und Pads. Die Zubereitung geht sehr schnell, die Anschaffung ist im Vergleich zu anderen Produkten kostengünstig und die Reinigung ist meist leicht zu handhaben. Jedoch bestehen Kapseln meist aus Aluminium oder Plastik, was alles andere als umweltfreundich ist. Auch die Entsorgung von Kapseln und Pads ist für unsere Umwelt ein Problem.

ESPRESSOLOVERS: FRENCHPRESS & ESPRESSOKOCHER

Du trinkst gerne mal einen Espresso zwischen deinem Kaffee? Dann ist die Kombination aus Frenchpress und Espressokocher genau das Richtige für dich. Mit der Frenchpress lassen sich zeitgleich mehrere Tassen Kaffee zubereiten, während du mit dem Espressokocher kleine, starke Espressi zaubern kannst. Für die Zubereitung benötigst du gemahlene Bohnen. Während für die Frenchpress sehr grob gemahlener Kaffee benötigt wird, verwendet man für die Zubereitung mit dem Espressokocher sehr fein gemahlenen Espresso. Durch die Verwendung von losem Pulver ohne Filter sind beide Varianten auch noch gut für die Umwelt!

VOLL AUTOMATISCH: VOLLAUTOMATEN

Für die Zubereitung im Vollautomaten benötigst du ganze Bohnen. Der Mahlvorgang findet direkt in der Maschine statt. Somit ist der Geschmack eines Vollautomaten-Kaffees von hoher Qualität. Zwar sind die Anschaffungskosten deutlich höher als bei den bereits vorgestellten Modellen, doch die Einfachheit in der Herstellung, die Variationsvielfalt und die simple Reinigung sprechen für den Vollautomaten.

BARISTA LIKE: SIEBTRÄGERMASCHINEN

Für eingeschworene Kaffeeliebhaber ist die Siebträgermaschine die perfekte Lösung. Sie steht für alle Zubereitungsformen zur Verfügung und ist zudem leicht zu reinigen und zu warten. Zwar ist auch hier die Investition zu Beginn höher als bei anderen Zubereitungsformen, doch das gilt auch für die Qualität und den Geschmack. In Kombination mit frisch gemahlenem Kaffee bietet eine Siebträgermaschine das ultimative Geschmackserlebnis.

GUTEN KAFFEE KOCHEN – So geht Kaffee mahlen (Teil 3/5)

Guten Kaffee zu kochen, ist kein Hexenwerk – allerdings gibt es einige Fallstricke, die genau das verhindern und zu einem schlechteren Ergebnis führen. Dies gilt nicht nur für den tatsächlichen Prozess des Kaffeekochens, sondern beginnt schon vorher beim Kauf der Bohnen und ihrer Lagerung. Damit du den perfekten Kaffee zubereiten kannst, haben wir für dich die wichtigsten Tipps in einer fünfteiligen Reihe zusammengetragen.

In Teil 3 befassen wir uns mit dem Mahlen der Bohnen. Zu beachten ist dabei nicht nur die Menge, sondern auch Mühle und Mahlgrad des Kaffees.

REGEL NUMMER EINS: KAFFEE SELBER MAHLEN

Schon in Teil 1 unserer Reihe haben wir es festgestellt: Um guten Kaffee zu kochen, sollten wir die Bohnen selbst mahlen. Wer sich für die vorgemahlene Variante entscheidet, muss mit damit rechnen, dass Aroma flöten geht. Schuld daran ist die Oxidation. Gemahlener Kaffee bietet einfach mehr Angriffsfläche für die Reaktion mit Luft.

FAKTOREN FÜR DIE WAHL DER RICHTIGEN KAFFEEMÜHLE

Einen gewaltigen Unterschied macht außerdem die passende Kaffeemühle. Entscheidendes Qualitätsmerkmal: Beim Mahlen darf nicht zu viel Wärme entstehen. Wenn doch können sich die Öle im Kaffee verändern. Der Geschmack kann dadurch leicht bitter werden oder sogar verbrannt.

Daneben raten wir zu einer Kaffeemühle, welche die Bohnen in gleichgroße Teilchen zerteilt. Zwar ist perfekte Homogenität ausgeschlossen, weil jede Bohne anders ist, aber je ähnlicher die Partikel, desto gleichmäßiger entfaltet der Kaffee seinen Geschmack.

Ein weiter Faktor bei der Wahl der richtigen Kaffeemühle betrifft den Auffangbehälter. Wie auch beim Thema der Lagerung raten wir von Plastik ab. Im Vergleich zu Glas gehen diese Behälter zwar nicht so schnell kaputt, dafür besitzen sie einen anderen Nachteil: Leider nimmt der Kaffee den Geruch vom Plastik auf. Wer guten Kaffee kochen möchte, verzichtet darauf gerne. Außerdem laden sich die Kaffeeteilchen im Plastikbehälter statisch auf. Öffnet man das Gefäß, kann leicht eine Sauerei passieren.

DAS MAHLWERK: ELEKTRISCH VS. HANDBETRIEBEN

Grundsätzlich unterscheiden wir zwischen Mahlwerken aus Keramik und Stahl. Keramik hat den Vorteil günstiger in der Anschaffung zu sein, allerdings genügt schon ein Steinchen zwischen den Bohnen und das Mahlwerk ist hinüber. Bei Stahl ist das nicht der Fall. Das Material ist deutlich robuster und bleibt außerdem länger scharf. Allerdings sind Mahlwerke aus Stahl auch teuerer. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal von Mahlwerken liegt im Antrieb. Elektrische Mahlwerke sind natürlich bequemer, allerdings machen sie auch mehr Lärm. Das verträgt gerade am Morgen nicht jeder. Daneben unterscheiden sich elektrische Mahlwerke anhand der Mahlmethode. Folgende Varianten sind besonders häufig im Einsatz:

Elektrische Kaffeemühle mit Schlagmesser
Mühlen mit Schlagmesser werden heute recht selten verkauft. Der Grund: Sie haben den Nachteil, dass viel Wärme entsteht. Wie oben beschrieben verändern sich dadurch die Kaffeeöle und mit ihnen der Geschmack. Außerdem zerkleinern Schlagmesser Bohnen ziemlich ungleichmäßig.

Elektrische Kaffeemühle mit Scheibenmahlwerk
Bei der elektrischen Mühle mit Kegelmahlwerk werden die Bohnen zwischen zwei Scheiben zerkleinert, die in der Mitte weiter und außen enger aufeinanderliegen. Bei dieser aktuell meistgenutzten Variante sorgen die Fliehkräfte dafür, dass die Kaffeefragmente immer weiter nach außen getrieben und dort feiner gemahlen werden. Demnach kann der Mahlgrad durch den Abstand der Scheiben angepasst werden.

Elektrische Kaffeemühle mit Kegelmahlwerk
Ein Kegelmahlwerk zerreibt Kaffeebohnen zwischen der Außenwand der Kaffeemühle und einem inneren Kegel. Der Abstand zwischen Kegel und Wand reguliert den Mahlgrad. Im Vergleich zum Scheibenmahlwerk wird der Kaffee schonender behandelt, denn er rieselt nach unten, statt durch Fliehkräfte nach außen getragen zu werden. Diese Eigenschaft macht Kaffeemühlen mit Kegelmahlwerk zu unseren Favoriten unter den elektrischen Mühlen. Wer dagegen auf den Retro-Charme von handbetriebenen Maschinen steht, macht auch damit keine Fehler. Für zuhause sind die oft hübschen Klassiker eine gute Alternative. Sie sind günstig, weniger laut und verfügen in der Regel über ein Kegelmahlwerk. Einziger Nachteil der Handkaffeemühlen: Wer viel und häufig Kaffee mahlt, der wird schnell genug von ihnen haben.

DER PASSENDE MAHLGRAD

Wie bereits beschrieben, lässt sich bei den meisten Kaffeemühlen der Mahlgrad einstellen. Und das ist auch wichtig, wenn man guten Kaffee kochen möchte. Die Einstellung des Mahlgrads hängt von der Art der Zubereitung aber auch von der Sorte der Bohnen ab. So sollten Robusta-Bohnen eher fein gemahlen werden, um im Aroma mit Arabica-Kaffee mithalten zu können. Eine weitere Grundregel: Je länger das Kaffeepulver mit dem Wasser in Kontakt gerät, desto grober sollte der Mahlgrad sein Einzige Ausnahme dafür ist Mokka.

Die folgende Tabelle gibt Auskunft, wie man die eigene Kaffeemaschine optimal einstellt:

Maschine Mahlgradbereich Mahlgrad Sorte
Mokka Fein 1 Robusta
Siebträger Fein 2-3 Arabica
Kaffeevollautomat Fein 2-4 Arabica
Handfilter Mittel 4-5 Arabica
Filterkaffeemaschine Mittel 4-5 Arabica
Espressokocher Mittel 5-6 Arabica
French Press Grob 7-8 Arabica

GUTEN KAFFEE KOCHEN – Kaffee richtig lagern (Teil 2/5)

Guten Kaffee zu kochen, ist kein Hexenwerk – allerdings gibt es einige Fallstricke, die genau das verhindern und zu einem schlechteren Ergebnis führen. Dies gilt nicht nur für den tatsächlichen Prozess des Kaffeekochens, sondern beginnt schon vorher beim Kauf der Bohnen und ihrer Lagerung. Damit du den perfekten Kaffee zubereiten kannst, haben wir für dich die wichtigsten Tipps in einer fünfteiligen Reihe zusammengetragen.

In Teil 2 erfährst du, wie du Bohnen oder Pulver am besten lagerst, um einen guten Kaffee kochen zu können. Denn Kaffee ist zwar ewig haltbar, verliert jedoch nach einiger Zeit das Aroma.

BOHNEN VS. KAFFEEPULVER

Wenn du auch einige Wochen nach dem Kauf gutenKaffee kochen möchtest, solltest du zunächst einmal die oberste Regel beachten: Kaffeebohnen statt fertig gemahlenem Kaffee kaufen! Die gerösteten Bohnen speichern das Aroma viel länger als Pulver. Warum das so ist? Kaffee oxidiert, wenn er mit Sauerstoff in Berührung kommt. Gemahlene Bohnen bieten dafür eine größere Oberfläche. Aus diesem Grund empfehlen wir dir, Abstand von der bequemeren Variante zu nehmen und lieber Bohnen zu kaufen. Die mahlst du immer dann, wenn du Lust auf guten Kaffee hast. Statt einen Vorrat anzulegen, raten wir übrigens einfach neuen Kaffee zu bestellen, wenn der alte leer ist. Denn grundsätzlich solltest du Kaffee im Zeitraum zwischen vier und sechs Wochen verbrauchen.

DER RICHTIGE ORT ZUM LAGERN VON KAFFEE

Damit Kaffee sein Aroma so lange hält, muss jedoch für eine behutsame Lagerung gesorgt sein. Am besten schmecken die Kaffeebohnen, wenn du sie in einer dunklen, kühlen und trockenen Speisekammer aufbewahrst. Denn genauso wie Sauerstoff gehören Licht, Wärme und Feuchtigkeit zu den Feinden guten Kaffees.

Achte außerdem darauf, dass der Kaffee nicht neben geruchsintensiven Lebensmitteln (z.B. Kräuter) gelagert wird. Das Problem dabei: Kaffee nimmt leicht fremde Aromen auf. Wenn wir guten Kaffee kochen, verzichten wir allerdings gerne auf diese.

DIE PERFEKTE KAFFEEDOSE

Neben dem Ort kommt es deshalb auf die richtige Kaffeedose an. Besonders zu empfehlen ist eine Dose aus Keramik, die kein Licht durchlässt und luftdicht abschließt. Von Plastikdosen, zum Beispiel Tupperware, ist abzuraten, denn das Material besitzt gerade nach längerer Nutzung einen eigenen Geruch, den es an die Bohnen abgibt.

KAFFEE LAGERN IM KÜHLSCHRANK: MYTHOS ODER WAHRHEIT?

Immer wieder hört man die Empfehlung, Kaffee im Kühlschrank zu lagern. Leider handelt es sich dabei um einen Mythos. Richtig ist zwar, dass Kaffee kühl gelagert werden sollte, gleichzeitig aber auch trocken. Im Kühlschrank herrscht jedoch ein zu feuchtes Klima. Außerdem werden im Kühlschrank auch besonders geruchsintensive Lebensmittel wie Käse aufbewahrt. In der Nähe von Kaffee haben diese nichts zu suchen.

GUTEN KAFFEE KOCHEN – Die richtigen Bohnen für den perfekten Kaffee (Teil 1/5)

Guten Kaffee zu kochen, ist kein Hexenwerk – allerdings gibt es einige Fallstricke, die genau das verhindern und zu einem schlechteren Ergebnis führen. Dies gilt nicht nur für den tatsächlichen Prozess des Kaffeekochens, sondern beginnt schon vorher beim Kauf der Bohnen und ihrer Lagerung. Damit du den perfekten Kaffee zubereiten kannst, haben wir für dich die wichtigsten Tipps in einer fünfteiligen Reihe zusammengetragen.

In Teil 1 erfährst du, worauf du beim Kauf der Kaffeebohnen achten solltest. Zwar lässt sich über Geschmack streiten, trotzdem gibt es gewisse Qualitätsmerkmale für guten Kaffee. Die wichtigsten Kriterien, die du beim Kauf von Kaffee selbst erkennen kannst, stellen wir dir hier vor.

ZUSTAND DER KAFFEEBOHNEN: KEIN BRUCH, KEINE BISSSPUREN, KEIN SCHIMMEL

Ob du einen guten Kaffee kochen wirst, erkennst du zum Teil schon auf den ersten Blick, nämlich am Zustand der Bohnen. Je weniger von ihnen Bruch vorweisen, desto besser ist die Qualität. Hinzu kommt, dass die Bohnen eine ähnliche Größe haben sollten. Dies ist ein Hinweis darauf, dass alle Bohnen zur selben Sorte gehören. Ein weiteres Merkmal für schlechten Kaffee ist der Befall durch Würmer und andere Schädlinge, den du anhand kleiner Bissspuren an den Bohnen erkennen kannst. Zwar sind diese nicht gesundheitsschädlich, aber ebenso wie Bruch ein Beweis für mangelhafte Auslese der Bohnen. Das Selbe gilt übrigens für Schimmel, den du anhand von Flecken an der gerösteten Kaffeebohne erkennst. Durch das Rösten geht zwar keine Gefahr mehr von den Sporen aus, allerdings wären bei guter Kaffeequalität die schimmelnden Bohnen bereits entfernt worden.

QUALITÄT DER KAFFEEBOHNEN: ARABICA

Auch die Sorte lässt Qualitätsunterschiede erkennen. Arabica Bohnen, die etwa 70 % des weltweiten Kaffees ausmachen, wachsen meist auf höheren Lagen als Robusta und besitzen aus diesem Grund meist eine bessere Qualität. Warum das so ist? In größerer Höhe gedeiht Kaffee langsamer. So haben die Bohnen mehr Zeit, ein kräftiges Aroma zu gewinnen.

KAFFEE RÖSTEN: KLEINERE TROMMEL STATT INDUSTRIEMASSENRÖSTUNG

Allein die Bohne macht aber noch keine perfekte Kaffee-Zubereitung. Auch auf die Röstung kommt es an. Wenn du einen guten Kaffee kochen möchten, sollte die Röstung zwischen drei Wochen und drei Monaten zurückliegen und in einem Trommelröster durchgeführt worden sein. Durch die traditionelle Röstmaschine verlieren die Kaffeebohnen mehr Säure. Im Gegensatz zur industriellen Röstung entstehen außerdem weniger Bitterstoffe. In der Massenröstung sind die Bohnen außerdem häufig innen nicht durchgeröstet und außen verkohlt.

Gute Kaffeebohnen erkennen

Wir sagen dir, woran du gute Kaffeebohnen erkennen kannst. Welche Eigenschaften sich auf den Geschmack auswirken und worauf du unbedingt achten solltest:

SORTEN-CHECK: ARABICA ODER ROBUSTA?

Um die Qualität deiner Kaffeebohnen zu bestimmen, musst du zunächst wissen, ob es sich um Arabica- oder Robusta-Bohnen handelt. Auch wenn es noch weitere Kaffeearten gibt, sind dies die am häufigsten verbreiteten Sorten.

Die Arabica-Bohnen sind mit einem Anteil von etwa 60% die auf der Welt am häufigsten verwendeten. Die Arabicabohne gilt aufgrund ihrer edlen Aromen als hochqualitativ. In der Industrie werden häufig qualitativ schlechtere Bohnen eingesetzt als bei unseren Röstern. Woran du das erkennst erfährst du beim Zustands-Check.

Wie der Name schon sagt sind Robusta-Bohnen robuster und widerstandsfähiger gegen äußere Einflüsse. Sie sind Hitze und Feuchtigkeit gegenüber deutlich unempfindlicher als Arabica-Bohnen.

VERARBEITUNGS-CHECK: WIE WURDEN DIE BOHNEN GERÖSTET? WIE LANGE IST DIE RÖSTUNG HER?

Besonders großen Einfluss auf die Qualität von Kaffeebohnen hat das Röstverfahren. Hier kann bereits ein kleiner Fehler das gesamte Aroma der Bohnen zerstören. Besonders gut für Geschmack und Qualität ist die schonende Trommelröstung.

Hierbei verliert der Kaffee all seine Reizstoffe und wird automatisch milder, obwohl sich das Aroma gleichzeitig intensiviert. Wichtig ist auch, wie lange das Datum der Röstung bereits zurückliegt. Denn je mehr Zeit vergeht, desto mehr verlieren die Bohnen an Aroma. Bei uns findest du auf jeder Packung das Datum der Röstung. Leider ist es für die Röster keine Pflicht das Datum auf der Verpackung anzugeben, weshalb es für Endkonsumenten oft schwer ist an diese Information zu kommen.

Das Röstdatum

Ist das Röstdatum nicht bekannt: Schau auf das Mindesthaltbarkeitsdatum und rechne ca. 1,5 – Jahre zurück, um das ungefähre Röstdatum zu erfahren. Je weiter entfernt das Ablaufdatum also ist, desto weniger Aromen gingen bisher verloren. Unsere Craft Coffees werden immer ganz frisch für dich geröstet.

FARB-CHECK: WELCHE FARBE HABEN DIE BOHNEN?

Egal ob für Kaffee oder Espresso, die Bohnen dürfen nicht schwarz sein. Für einen guten Kaffee sollten sie eine braune bis mittelbraune Farbe haben. Für einen Espresso dürfen sie auch etwas dunkler sein.

Der Farbton

Ist der Farbton der Bohnen schwarz, deutet das darauf hin, dass sie während der Verarbeitung zu stark erhitzt wurden. Dies ist oft ein Zeichen für eine industrielle Verarbeitung. Darunter leidet dann nicht nur das Aussehen, sondern – und das ist viel wichtiger – der Geschmack.

Kaffeebohnen sollten nicht glänzen. Ist dies der Fall, liegt das an den ätherischen Ölen, die bei zu langer und zu heißer Röstung freigesetzt werden.

HERKUNFTS-CHECK: HOCH- oder TIEFLAND – WOHER KOMMEN DIE BOHNEN?

Beim Herkunfts-Check spielt weniger das Land eine Rolle in dem der Kaffee angebaut wurde, als die Art, wie er angebaut wurde. Kaffee aus dem Hochland (von 600 m bis über 1.800 m) gilt als die qualitativere Variante, da die Bohnen in größeren Höhen länger reifen können als im Tiefland (bis 600 m). So bilden sich mehr und deutlich feinere Aromen bilden.

Trotzdem gibt auch das Herkunftsland einige Informationen über die Qualität preis: Länder wie Brasilien, Guatemala oder Costa Rica gelten als Länder deren Böden die perfekten Eigenschaften für den Kaffeeanbau aufweisen. Bodenbeschaffenheit, Anbauhöhe, Klima und Pflege, all diese Faktoren beeinflussen in Kombination die Qualität der Kaffeebohnen.

ZUSTANDS-CHECK: NICHT GEBROCHEN, KEIN SCHIMMEL, FREI VON SCHÄDLINGEN

Beim Zustands-Check sind drei wesentliche Punkte von Bedeutung: Bruch, Schimmel und Schädlinge.

Bruch

Oft beinhaltet der frisch erworbene Kaffee bereits gebrochene Bohnen. Das ist eigentlich nicht weiter schlimm, vor allem, da der Kaffee sowieso gemahlen wird. Durch Verarbeitung, Lagerung und Transport lässt sich zudem nicht vermeiden, dass einige Bohnen brechen. Es kommt vor, dass Kaffeebohnen Containerweise verlanden werden. Dann kommt es zu einem massiven Aufkommen von gebrochenen Bohnen.

Es gilt: Bei einer guten Packung Kaffee sind nur etwa 5% der Bohnen gebrochen. Übersteigt der Prozentsatz diese Zahl deutlich, spricht dies für eine mindere Qualität.

Schimmel

Die Kaffeebohne ist der Kern der Kaffeekirsche. Wie auch eine normale Kirsche enthält auch die Kaffeekirsche viel Feuchtigkeit. Ein wichtiger Schritt bei der Verarbeitung ist es, die Bohnen aus der Kirsche zu lösen und anschließend zu trocknen. Hierbei ist wichtig, die Bohnen regelmäßig zu wenden, damit sie keinen Schimmel bilden. Dieser wichtige Schritt darf nicht vernachlässigt werden.

So kommen nicht selten auch befallene Bohnen in den Verkauf. Grund dafür ist, dass der Schimmel nach der Röstung bei etwa 200 Grad nicht mehr schädlich ist. Trotzdem ist es nicht besonders reizvoll Kaffee zu trinken, der einmal geschimmelt war. Schimmel erkennt man daran, dass auf der Bohne viele dunkle Flecken vorhanden sind, welche sich hart abgrenzen. In gemahlenem Kaffee ist es unmöglich, Schimmelspuren mit bloßem Auge zu erkennen. Deshalb achten unsere Röster bereits bei der Auswahl genauestens darauf, nur qualitative Bohnen zu verwenden, die frei von Schimmel sind.

Schädlingsbefall

Die Kaffeebohne ist eine Frucht und wie bei allen Früchten kann diese während ihres Wachstums von Ungeziefer und Insekten befallen werden. Das siehst du an kleinen, kreisrunden Löchern in den Bohnen. Ein paar befallene Bohnen sind nicht weiter schlimm, diese können einfach aussortiert werden. Stärkerer Befall ist jedoch ein Zeichen dafür, dass entweder beim Anbau oder bei der Auswahl der Bohnen etwas schief lief.

Die richtigen Bohnen für Kaffeevollautomaten

Mit einem Kaffeevollautomaten kannst du im Handumdrehen leckeren Craft Coffee aus ganzen Bohnen zubereiten. Wir zeigen dir, welche Bohnen du für einen Kaffeevollautomaten brauchst und worauf du achten solltest, damit dein Kaffee spitze wird.

CRAFT COFFEE BOHNENSORTEN

Der Großteil der weltweit erhältlichen Kaffeebohnen teilt sich in die Sorten „Arabica“ und „Robusta“ auf. Diese sind auch die beliebtesten für Kaffeevollautomaten. Arabica-Bohnen machen davon fast zwei Drittel aus. Doch wie unterscheiden sich die Sorten?

Arabica-Bohnen werden größtenteils in Ostafrika und Lateinamerika angebaut, aber auch in Südostasien. Sie enthalten nur wenig Koffein und Bitterstoffe, dafür aber ein großes Spektrum an verschiedenen Aromen.

Robusta-Bohnen stammen aus Westafrika und Südostasien. Sie können intensiver geröstet werden als Arabica-Bohnen. Wie der Name schon andeutet, sind die Bohnen robuster. Robusta-Bohnen schmecken im Vergleich zu Arabica leicht bitter. Sie sind sehr koffeinhaltig und werden deshalb gerne für Espresso und dunklere Crema-Kaffees verwendet.

BOHNEN MIT GERINGEM ÖL-ANTEIL VERWENDEN

BOHNEN MIT GERINGEM ÖL-ANTEIL VERWENDEN – ÖL IST SAND IM GETRIEBE DEINES AUTOMATEN

Öl ist Sand im Getriebe deines Kaffeevollautomaten: Dein Vollautomat mahlt die Kaffeebohnen mit einer eingebauten Kaffeemühle. Deine Bohnen sollten nicht zu ölig sein. Sie können ansonsten das Mahlwerk verstopfen.

Hier erkennt man den Unterschied zwischen industriell gerösteten Bohnen und handwerklich schonender Röstung: Werden die Bohnen schonend und langsam geröstet, tritt nur wenig Öl aus. Nebenbei enthält der Craft Coffee dadurch auch weniger Bitterstoffe.

BOHNEN VON HELL BIS DUNKEL – DER RICHTIGE RÖSTGRAD

Es gibt sechs übliche Röstgrade, von denen sich nicht alle für deinen Vollautomaten eignen: „hell“, „mittel“, „stark“, „doppelt“, „italienisch“ und „torrefacto“. Je frischer die Bohnen geröstet sind, desto stärker ist das Aroma. Gleichzeitig nimmt die Intensität ihres Aromas ab, je stärker die Bohnen geröstet wurden. Und umso bitterer schmeckt der Kaffee.

Die helle Röstung, auch „blasse Rösung“ oder „Zimt-Röstung“ genannt, lässt die Bohnen fruchtiger und leicht säuerlich schmecken. Außerdem wird der Kaffee weniger bitter. Für Vollautomaten eignen sie sich aber nicht so gut wie die mittlere oder dunklere Röstungen. Schonend geröstete Bohnen sind säurearm und dadurch bekömmlicher.

Die mittlere Röstung wird auch „amerikanische Röstung“ oder „Frühstücksröstung“ genannt. Sie ist eine der beliebtesten in Deutschland. Bohnen nach italienischer oder „Espresso-Röstung“ sind perfekt für Cappuccino, Espresso und Latte Macchiato geeignet.

Ein Exot ist die „torrefacto“-Röstung (torrefacto bedeutet auf Spanisch „geröstet“). Bei dieser Röstmethode werden die Bohnen mit Zucker karamellisiert. Deshalb können sie das Mahlwerk des Vollautomaten verstopfen.

Mal grad‘ den richtigen Mahlgrad einstellen

Der Mahlgrad bestimmt, wie fein deine Bohnen gemahlen werden. Der Mahlgrad entscheidet wesentlich über den Geschmack des Kaffees: Schmeckt dein Kaffee nicht kräftig genug oder zu sauer, solltest du das Mahlwerk feiner einstellen. Um deinen Kaffee hingegen milder oder weniger bitter zuzubereiten, kannst du einen gröberen Mahlgrad einstellen.

Als Faustregel kannst du davon ausgehen: Ist dein Kaffee zu bitter, solltest du weniger Bohnen verwenden oder einen gröberen Mahlgrad einstellen. Schmeckt er hingegen zu sauer, wähle einen Feineren. Wenn der Mahlgrad geändert wird, dauert es ein paar Tassen, bis die bereits gemahlenen Bohnen durch den Vollautomaten gelaufen sind und sich der neue Mahlgrad bemerkbar macht.

Tipp: Beachte, dass Kaffee an Aroma verliert, je älter er wird. Also: keine Luft in die Packung reinlassen, sonst ist beim Aroma schnell die Luft raus. Wie du deinen Kaffee richtig lagerst, kannst du in unserem Blogbeitrag zu dem Thema „Kaffee richtig lagern“ › nachlesen.

FAZIT

Kaffee ist Geschmackssache. Wer Arabica-Bohnen wählt, entscheidet sich für einen milden Kaffee mit wenig Koffein. Robusta-Liebhaber schwören auf die intensive Note. Achte darauf, keine öligen Bohnen oder künstlichen zugefügten Aromen zu benutzen, weil sie das Mahlwerk deines Vollautomaten verstopfen können.

Danach sind nur noch der Mahlgrad und die Wasserhärte die Kompassnadel für deinen persönlichen Kaffee.